Aus der Asche

Die großen Sieger des Chaos nach dem CHG waren die Handelsnetzwerke, die als Proto-Gesellschaft der modernen interstellaren Sternenstaaten gelten. Handelsnetzwerke waren in vielen Fällen dezentral organisiert und begannen ihre Existenz typischer Weise als eine durch Verträge zusammengewürfelte Gruppe von Firmen einer oder mehrerer Welten. Das Alleinstellungsmerkmal von Handelsnetzwerken war, dass sie auch nach dem Bürgerkrieg noch die Kontrolle über Raumbrücken hatten. Dies gestattete ihnen Handelsrouten zu etablieren, zu kontrollieren und zu besteuern. Sie kontrollierten den Markt. Sie waren der Markt. Das besetzen von Raumbrücken wurde nach dem Zerfall der Zentralregierung der häufigste Grund für bewaffnete Auseinandersetzungen. Während dieser Konflikte wurden unzählige Brücken beschädigt oder zerstört. Das schnitt dutzende, wenn nicht hunderte Sternensysteme vom Rest des Tornetzes ab. Auf dem Mond arbeiteten Politiker und Funktionäre der ehemaligen Zentralregierung daran, ihre Macht zurück zu erlangen. Viele von ihnen arbeiteten zu dieser Zeit als Berater oder saßen in Aufsichtsräten von Netzwerk-Firmen und bereiteten eine umfassende Machtübernahme vor. Dieser Prozess lief langsam und schleichend ab. So gab es nicht einmal Gegenwehr, als schließlich 2912 die Allianz freier Systeme ausgerufen wurde. Tatsächlich behielten die meisten auch Geld, Macht und Einfluss, nun aber unter dem Deckmantel einer parlamentarischen Demokratie. In einer sehr viel weiter entfernten Sternensystem dagegen fand die Machtübernahme nicht so friedlich statt. Nach einem Putsch gegen ein Handelsnetzwerk, dass den Planet Primaris im Würgegriff hatte, rissen genetischer Adel und Militär die Kontrolle der dortigen Raumbrücke an sich und begannen damit die Truppen des Netzwerkes zu jagen und zu vertreiben. Kurz nach dem geglückten Putsch wurde das Kzhion Imperium gegründet, welches sich voran mir Primaris als neuem Zentrum der Macht im Orion-Arm ausbreiten sollte.